Mystery-Donnerstag
Was bringt man mit Neuseeland in Verbindung? Sicherlich Kiwis, Wynton Rufer, Rugby, Drehort für Herr der Ringe usw. Nun vielleicht auch zukünftig mit “The Cult”!

Anwalt Michael Lewis wird von einer Mutter im Supermarkt angeschossen. Er vertrat einen Mann, der angeblich der 14-jährigen Tochter was angetan haben soll, doch er wird frei gesprochen. Beim Einkaufen findet er in einer Zeitschrift einen an ihn adressierten Umschlag, als die Mutter ihn anspricht und fragt, was er wohl tun würde, wenn seine Kinder Opfer wären. Er antwortet, er würde Gerechtigkeit verlangen worauf hin sie ihn anschießt. Er überlebt mit einer Bauchverletzung und nach 3 Wochen im Krankenhaus wird er entlassen. Als er seinen Sohn Nathan im Rehazentrum besuchen will, wo dieser wegen Drogenprobleme drin ist, sagt man ihm, er wäre auf Anordnung von ihm entlassen. Doch Michael hat dies nie bewilligt. Zuhause findet er den Umschlag aus dem Supermarkt, der ein Foto enthält, auf dem seine beiden Söhne zu sehen sind sowie eine Adresse für einen Internetbrowser. Nicht nur Michael erhält so einen Umschlag sondern auch andere Leute in Australien oder England und alle treffen sich gemeinsam in Northland, Neuseeland, wo ihre Angehörigen sein sollen. Alle inmitten Two Gardens, einem Sitz einer Sekte, dem Cult! Für alle ist klar, sie müssen ihre Angehörigen finden und befreien, denn dieser Cult scheint mehr zu sein. Gefährlich, nicht nur für Michael und die Anderen, sondern auch für seine Bewohner!
Die neuseeländische Serie “The Cult” beginnt zunächst wie eine ganz normale Dramaserie, steigert sich dann aber immer mysterieöser hinein in eine fast schon unheimliche Stimmung. Nicht zuletzt durch das Setting von Two Gardens mitten im neuseeländischen Nirgendwo, dschungelartiges Gelände, weit und kaum bewohnt. Doch die Story an sich ist schon gespenstisch, baut sich zunehmend auf und hinterläßt nach der 1. Folge einen Drang nach mehr. Hauptgrund ist die Sekte, die bedrohlich und undurchsichtig von Anfang an für Spannung und Nervenkitzel sorgt. Vor allem durch die Therapie von Nathan und dem Sektenanführer Edward North, der dem Prototyp eines Sektenführers entsprechen könnte, charmant und immer für ein Wort da.
Der Cast ist ansprechend, wohl eher unbekannt und somit erfrischend. Herausragend dabei Renato Bartolomei als Michael Lewis, der den sorgenden Vater auf Feldzug wunderbar spielt. Die restlichen Rollen sind ebenfalls gut besetzt, wobei nach einer Folge die Messlatte nicht allzu hoch angesetzt werden sollte. Die Serie zeigt, dass auch Produktionen von Down Under Format besitzen können und steht einer US Serie im Nichts nach, man könnte fast schon Vergleiche zu LOST ziehen!



