Mystery-Freitag
Alle Monster sind böse, alles unmenschliche gehört vernichtet, alles was wir für unmöglich halten, was uns Angst macht, all das findet sich wieder in “Sanctuary”!

Der forensische Psychater Dr Will Zimmerman wird zu einem Tatort gerufen, 2 Polizeibeamte sollen bei einer Routineüberprüfung in einem Wohnblock erschossen worden sein. Will, der von allen anderen nur belächelt wird, begibt sich auf Spurensuche und zweifelt an der Theorie, dass die Cops erschossen wurden und auch an der angeblichen Zeugenaussage der Wohnungsbesitzerin. Er glaubt es gäbe noch ein Kind, doch Detective Kavanaugh schenkt dem keine Beachtung. Auf der Straße entdeckt Will dann einen Jungen und folgt ihm, nur um kurz darauf in einer Gasse angefahren zu werden und später im Krankenhaus aufzuwachen. Dort ist auch Kavanaugh und überstellt der Wohnungsbesitzerin einen Mann, den sie als Täter identifiziert, doch Will weiß, dass sie lügt und was verbirgt.
Der Junge selber läuft weiter davon, aus Angst, denn er ist Schuld am Tod der Menschen. Doch er wird verfolgt, zum Schutz für ihn. Will bekommt von der Frau, die ihn angefahren hat ein Angebot sich mit ihr zu treffen. Ihr Name ist Dr Helen Magnus und sie betreibt das Sanctuary, wo sie “Monstern” ein Zuhause bietet, eine Fluchtstätte, ein Heim, wo man sich um sie kümmert, egal ob Meerjungfrau oder mordendes Etwas, jeder hat ein Recht auf Verständis. Will soll für sie arbeiten, denn Will sei begabt und er glaube an das Unmögliche!
Die Serie selber ist nicht allzu neu, es gibt schon 2 Staffeln und dennoch war es für mich eine Premiere. Die Pilotfolge von knapp 1:30 Stunden galt es zu beschnuppern, nun ja der Dufttest fällt zwiespältig aus. Erstmal sollte man erwähnen, das diese Serie kein reines Mystery ist, eher sowas wie Buffy aus den 90ern, getrimmt fürs 21. Jahrhundert und für Erwachsene. Was man der Serie anmerkt ist ihre Produktion, sie ist nicht schlecht gemacht, nur merkt man halt schnell, dass einiges wenn nich sogar fast alles am Computer generiert wurde. Das sei nicht negativ, nein sicherlich dienlich und macht manchmal einen guten Eindruck, wirkt aber auf Dauer zu künstlich.
Hauptdarstellerin ist Amanda Tapping als Dr Magnus (bekannt aus Star Gate Serie) und ich muss zugeben, sie macht das nicht schlecht. Ich bin kein Star Gate Fan, aber als brünette taffe Monsterjägerin macht sie schon was her. Auch Robin Dunne als Zimmerman spielt seinen Part gut wobei Christopher Heyerdahl den Vogel abschießt. Einmal verkörpert er den Urmenschen, der Dr Magnus zur Hand geht aber am Besten verkörpert er ihren ehemaligen Geliebten John Druitt. Na klingelts? Genau, den angeblichen Jack the Ripper und genau das soll er auch in der Serie sein. Klingt mysteriös und ist es auch, aber spannend.
Insgesamt war der Auftakt kein Reinfall, wenn es nicht allzu sehr abdrifted in unfreiwilligen Klamauk, hat die Serie bei mir einen Platz, egal ob nun digital aufgemotzt oder nicht. Die Thematik scheint zu passen, Monsterjagd quer durchs Beet, mit taffen Frauen und Knarren macht das dann sicherlich Laune.



